Flanderns erstes Fruit- en Dronevalley in Sint-Truiden

Sint-Truiden, das Zentrum der Obstindustrie in der flämischen Provinz Limburg, will das erste so genannte „Fruit- en Dronevalley“ des belgischen Bundeslandes Flandern werden. Dabei soll modernste Technologie eingesetzt werden. Verschiedene Entwicklungsgesellschaften aus Limburg sind an dem Vorhaben beteiligt.

Für dieses umfassende Vorhaben hat sich Sint-Truiden das nahegelegene Industriegebiet der Gemeinde Brustem ausgesucht, das auch über eine Landebahn und einen kleinen Flugplatz verfügt. Von dort aus sollen Drohnen, unbemannte Kleinflugzeuge, die mit Kameras ausgestattet sind, Obstplantagen im Tiefflug überfliegen, um so Schädlinge auf den Pflanzen ausfindig zu machen, wie die regionale Nachrichten-Webseite Limburgnieuws.be am Freitag meldet.

Sint-Truiden hat gleich mehrere limburgische Entwicklungsgesellschaften auf den Plan gerufen, denn dieses Vorhaben soll auch neue Arbeitsplätze bieten. Über den so genannten „SALK-Plan“ zur Schaffung von neuen Jobs nach der Ankündigung der Schließung des Ford-Werks in Genk wurde 1 Mio. € investiert und auch die Limburgische Entwicklungs- und Rekonversionsgesellschaft (LRM) sowie der Provinziale Umgebungsplan Limburg (POM) sind Partner. Nicht zuletzt stößt auch das „ProefCentrum Fruit“ mit seiner technologischen Expertise im Bereich der Obstindustrie hinzu.

Sint-Truidens Bürgermeisterin Veerle Heeren (CD&V) gab an, dass man in Brustem ein 15 ha großes Feld einrichten wolle, in dem die zur Anwendung vorgesehenen Technologien getestet werden sollen. Vielleicht könnten dabei Projekte entwickelt werden, so die Bürgermeisterin, von denen nicht nur der Obstsektor, sondern die gesamte Landwirtschaft in der Provinz Limburg profitieren würde.