Bausektor will klare Politikansage für Zukunft

Wenn man den Wohnungsbau weiterhin bezahlbar gestalten will, müssen die Staatsbeihilfen auch in Zukunft aufrecht erhalten werden. Das hat der Bausektor auf seinem Jahreskongress anläßlich der Baumesse Batibouw betont.

Joost Calens, der Vorsitzende des Verbandes allgemeiner Bauunternehmer, betonte im VRT-Radio: "Unser Sektor braucht so schnell wie möglich absolute Klarheit darüber, was die nächste Regierung mit den Wohnprämien machen wird und auch darüber, was die belgische Regierung tun kann, um dem Sektor vorübergehend Anreize zu verschaffen - wie sie das schon vor einigen Jahren mit der Senkung der Mehrwertsteuer auf 12 Prozent tat."

Der Vizepremier Alexander De Croo (von den flämischen Liberalen Openr VLD) will die Beibehaltung der Wohnprämien auch nach 2015, also der bestehenden Möglichkeit des steurlichen Abzugs von Baukrediten. "Von etwas, das gut funktioniert, sollte man die Finger lassen", sagte De Croo beim Jahreskongress des Verbandes allgemeiner Bauunternehmer. 

Den Vorschlag, Mieteinkommen zu besteuern, mit dem die frankophonen Sozialisten PS vor kurzem plötzlich nach vorne preschten, wies De Croo als schlechte Idee radikal zurück.