Aktion gegen Rekrutierer von Syrien-Kämpfern

Bei mehreren Haussuchungen mit Schwerpunkt Brüssel hat die Polizei etwa 20 Personen verhaftet, die im Verdacht stehen, junge Menschen für den Kampf in Syrien rekrutiert zu haben, wie die belgische Bundesstaatsanwaltschaft am Montag meldete.

Diese Aktion war bereits die zweite ihrer Art, die sich gegen das Rekrutieren von jungen Menschen aus Belgien für den islamistischen Kampf in Syrien richtet. Bereits im Dezember des vergangenen Jahres kam es bei Polizeiaktionen zu Verhaftungen. Seinerzeit wurde unter anderem der Prediger und Konvertit Jean-Louis Denis, der junge Moslems bei so genannten humanitären Aktionen in der Umgebung des Brüsseler Nordbahnhofs angeworben hatte.

Die rund 20 Verdächtigen, die am Montag verhaftet wurden, sollen nach entsprechenden Verhören dem Haftrichter vorgeführt werden, die entscheiden soll, ob Untersuchungshaft notwendig wird. Liegen den Ermittlern deutliche Beweise für den Vorwurf, Jugendliche für den bewaffneten Kampf in Syrien angeworben und dorthin geschickt zu haben, wird U-Haft verhängt.