Aldi an der Küste: Streik gegen Sonntagsöffnung

Die Supermärkte der Discount-Kette Aldi entlang der belgischen Nordseeküste sind an diesem Mittwoch geschlossen. Das Personal hat die Arbeit niedergelegt, weil ein Regionalmanager an bestimmten Sonntagen im Jahr die Märkte öffnen will. Die Gewerkschaften bestehen auf der gewohnten Sonntagsruhe.

Am Vertriebszentrum von Aldi in Roeselare in Westflandern (Foto oben) sind an diesem Mittwoch dutzende Beschäftigte aus den Aldi-Filialen an der Nordseeküste zusammengekommen, um von dort aus gegen das Vorhaben zu protestieren, einige Märkte an Sonntagen zu öffnen.

Die Küstenregion gehört zu den Gebieten in Belgien, in denen Sonntags die Läden geöffnet sein dürfen, denn dies ist eine touristische Region. Mittlerweile haben viele Supermarkt-Ketten, die in Belgien am Markt sind, Sonntags geöffnet und Aldi will dieser Konkurrenz etwas entgegensetzen.

Doch die Gewerkschaften bei Aldi haben ein Problem mit der Idee, Aldi-Märkte an Sonntagen zu öffnen. Sie sagen, dass es Aldi in Belgien sehr gut gehe und dass man kaum Konkurrenz fürchten müsse - auch nicht durch sonntägliche Öffnungszeiten. Zudem sei der Arbeitsdruck bei Aldi recht hoch und man sehe nicht ein, auch noch an Sonntagen arbeiten zu müssen.

Am Mittwoch waren die Aldis an der Küste geschlossen und am Vertriebszentrum in Roeselare hielten die protestierenden Beschäftigten eine Zeit lang die Lastwagen auf, die die Märkte in verschiedenen Regionen Belgiens beliefern sollten. Dadurch kann es sein, dass die Regale in einigen belgischen Aldis in den kommenden Tagen nicht wirklich gefüllt sind.