Kameras kontrollieren stets öfter Ladenlokale

Die Zahl der Kameras, die in Unternehmen und Geschäftslokalen das Personal überwachen soll, nimmt in Belgien immer mehr zu. Die Kommission zum Schutz des Privatlebens bearbeitete alleine im vergangenen Jahr rund 600 Anfragen zum Einbau solcher Kameras zur Überprüfung von Arbeitsplätzen.
AP2013

Diese Kommission ist eine staatliche Einrichtung, die zum Schutz des Privatlebens der Bürger eingerichtet wurde. Auch die Nutzung von Überwachungskameras am Arbeitsplatz ist genehmigungspflichtig und ihr wird nur zugestimmt, wenn die Beschäftigten zuvor davon unterrichtet wurden.

Und Bilder aus Überwachungskameras aufzeichnen und für einen längeren Zeitraum speichern ist nur dann erlaubt, wenn dringender Verdacht auf Diebstahl oder auf Beschädigung von betriebseigenen Einrichtungen besteht.

Die Neutrale Gewerkschaft für Selbstständige (NSZ) stellt fest, dass sich immer mehr Geschäftsleute dazu entschließen, ihre Läden mit Kameras gegen Diebstahl zu schützen, wie die flämische Regionalzeitung Gazet Van Antwerpen am Mittwoch meldet. Diese Kameras sollen aber bei Weitem nicht nur diebische Kundschaft beobachten, sondern auch das Personal.

Die NSZ registrierte, dass 39 % aller Ladendiebstähle durch das eigene Personal verübt werden. Die staatliche belgische Privacy-Kommission sieht aber auch einen anderen Grund für das Phänomen, nämlich dass der Einbau von Überwachungskameras heute billig und völlig unkompliziert ist, im Gegensatz zu früher.