Viele Rekruten fallen beim Aufnahmetest durch

Die belgische Armee will noch dieses Jahr rund 1.400 neue Soldaten anwerben, doch die Zahl der Rekruten, die auch die Aufnahmetest der Truppe bestehen, ist besonders gering. Im vergangenen Jahr viel rund ein Viertel der Kandidaten bereits bei der medizinischen Prüfung durch. Den meisten von ihnen wurde Drogengebrauch nachgewiesen.

Die Zahlen der Rekrutierungsmaßnahmen der belgischen Armee, die eine Berufsarmee ist, sprechen Bände: Zwischen 2009 und 2011 sank die Quote derer, die die Aufnahmeprüfung der Truppe bestanden, von 56,2 % auf 43,2 %. Gleichzeitig nahm die Zahl der Kandidaten von 7.853 auf 9.097 Anwärter zu, wie die Blätter der frankophonen Verlagsgruppe Sudpresse am Mittwoch melden.

Die Lage wird nicht besser, wie Oberst Annicq Bergmans, die für die Anwerbungen zuständig ist, gegenüber der Redaktion andeutete: „2013 vielen 25 % der Kandidaten schon bei den medizinischen Tests durch. Hauptgrund ist dabei Drogenkonsum, doch hier gilt bei der Armee eine Null-Toleranz-Politik. Daneben gehören Rückenprobleme, Gehörschwächen und das Körpergewicht zu den Hauptgründen, Rekruten nicht anzunehmen“.

Wer bereits bei den medizinischen Untersuchungen durchfällt, der hat keine Chance, bei der belgischen Armee angenommen zu werden.