200.000 Europäer fordern: König soll Euthanasiegesetz verweigern

Mehr als 200.000 Europäer haben in einer Petition den König der Belgier, Philippe, aufgefordert, die Erweiterung des Euthanasiegesetzes auf Minderjährige in Belgien nicht zu unterschreiben. Das melden das in den Niederlanden herausgegebene Katholische Nachrichtenblatt auf seiner Webseite und die Webseite kathweb von der Katholischen Presseagentur Österreich, Kathpress.

Das katholische Nachrichtenblatt zitiert die österreichische Presseagentur.

"Majestät, bitte unterzeichnen Sie das Kinder-Euthanasie-Gesetz nicht!", lautet offenbar der Appell, der vor knapp 2 Wochen von "CitizenGo", einer offenen Plattform, die sich für den Schutz der Würde des Menschen einsetzt, gestartet wurde. Der König wird in der Petition also ersucht, seine Zustimmung zum Gesetz über Euthanasie an Kindern zu verweigern. Die Petition soll von dem Wiener Pärchen, Gudrun und Martin Kugler, eingeleitet worden sein.

In der Petition wird König Philippe aufgefordert, "auf sein Gewissen zu hören und sich als Monarch mit ethischen Prinzipien zu zeigen".

Das Pärchen, das die Petition ins Leben rief, ist überzeugt, dass das belgische Gesetz Auswirkungen auf Europa und den Rest der Welt haben werde. Dass Menschen aus über 20 verschiedenen Ländern die Petition unterstützten, zeige, die Intensität des Schocks, der Europa erfasste, nachdem das belgische Parlament das Kinder-Euthanasie-Gesetz beschlossen hatte. Für die Leidenden zu sorgen, gegen jede Hoffnung und aus Liebe, sei ein Eckstein der zivilisierten Welt - das, was uns wahrhaft menschlich mache, heißt es noch.

Die Initiatoren geben zu, dass es ein sehr schwieriger Schritt für den König wäre, das Gesetz nicht zu unterzeichnen, und dass seine Verweigerung das Gesetz möglicherweise gar nicht stoppen würde, zitiert kathweb die Initiatoren.Trotzdem solle der König diesen Schritt setzen.

Die europaweite Petition mit über 200.000 Unterschriften gegen das belgische Sterbehilfe-Gesetz wird am Donnerstag in Brüssel übergeben.