Flandern fordert Zuschüsse von Heinz zurück

Die flämische Landesregierung wird Zuschüsse für Ausbildungsprojekte, die dem Soßen- und Ketchup-Hersteller Heinz in Turnhout (Prov. Antwerpen) gewährt wurden, zurückfordern. Das Heinz-Management hatte diese Woche angekündigt, das Werk in Turnhout Ende des Jahres zu schließen.

Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V), Vize-Ministerpräsidentin und Landesministerin für Innovation, Ingrid Lieten (SP.A), und Landesarbeitsminister Philippe Muyters (N-VA) haben am Freitag eine Gewerkschaftsdelegation des schließungsbedrohten Ketchup-Herstellers Heinz empfangen.

Im Rahmen der Gespräche teilte Ministerpräsident Peeters den Anwesenden mit, dass die Landesregierung beabsichtige, alle dem Unternehmen gewährten Zuschüsse, die das Land zurückfordern könne, auch zurückgefordert würden. Dabei geht es in erster Linie um Subsidien, deren Bedingungen durch die Schließung des Werks Ende des Jahres auch nicht den Verträgen entsprechend genutzt werden.

Heinz hat für den Standort Turnhout 2007 insgesamt 942.110 € an Zuschüssen aus der flämischen Landeskasse zuerkannt bekommen, die unter anderem für Ausbildungsprojekte bestimmt waren. Der Soßenhersteller Heinz will das Produktionswerk in Turnhout Ende des Jahres schließen. Davon sind rund 200 Beschäftigte betroffen.

Billiger produzieren

Der Hauptteil der Produktion aus Turnhout wird ins englische Werk in Telford bei Birmingham verlagert. Dort und im Werk von Wigan bei Manchester wolle Heinz kostengünstiger Produzieren und Überkapazitäten abbauen. Heinz hat den äußerst lukrativen Liefervertrag mit dem Fast-Food-Giganten Mc Donald’s verloren.