Wieder ein Rückgang der Geburtenrate in Belgien

Bereits im zweiten Jahr in Folge kamen 2013 in Belgien weniger Kinder zur Welt. 2012 kamen 0,5 % weniger Neugeborene zur Welt als 2011 und damals wurde gegenüber 2011 bereits ein Rückgang um 1,2 % registriert. Das belgische Wirtschaftsministerium, das die Zahlen jetzt vorlegte, gab an, dies habe nichts mit der Fruchtbarkeit im Land zu tun, sondern sei eine rein statistische Feststellung.

Die Brutto-Geburtenrate in Belgien (das Verhältnis zwischen der Zahl der lebend geborenen Kinder im Laufe eines Jahres und der durchschnittlichen Gesamtbevölkerung des gleichen Jahres) sinkt seit 2010 von 11,9 Kindern pro 1.000 Einwohner auf 11,5 Kinder pro Einwohner im vergangenen Jahr.

Den stärksten Rückgang stellten die Statistiker des Wirtschaftsministeriums in Flandern fest, wo die Rate im genannten Zeitraum um 2,2 % zurückging. In Wallonien sank die Zahl um 1,5 % und in der Region Brüssel-Hauptstadt blieb sie mit einem leichten Minus von 0,3 % relativ stabil.

Das belgische Wirtschaftsministerium beruft sich bei der Erstellung dieser Statistik auf Zahlen des Nationalregisters, als des zentralen Bevölkerungsregisters in Brüssel.

Diese Zahlen sagen aber nichts über den Zustand der Fruchtbarkeit im Land, denn diese werden in einer anderen Statistik zusammengefasst, die aus dem Zivilstand übernommen werden. Solche Zahlen stehen seit 2010 zur Verfügung. Damals lag die Fruchtbarkeitsrate in Belgien bei 1,85 Kindern pro Frau. Damit war unser Land in diesem Jahr das fruchtbarste Land in der Europäischen Union.