Zuversicht: S&P hält Belgien wieder für Stabil

Die Ratingagentur Standard & Poors hat die Kreditwürdigkeit Belgiens leicht erhöht und ist der Ansicht, dass unser Land nach zwei Jahren Krise wieder stabil ist. Eine der Begründungen ist die sechste Staatsreform, die dem Land mehr Effizienz verleihe.
AP2012

Standard & Poors hat das Rating für Belgien leicht erhöht. Awar bleibt die Note „AA“ (die drittstärkste Stufe der Skala von S&P) vorläufig aufrecht erhalten, doch der Ausblick wird nach zwei Jahren von „negativ“ auf „stabil“ gesetzt. Nach Ansicht von S&P hat sich die politische Lage in Belgien stabilisiert. Die sechste Staatsreform sorge auf institutioneller Ebene für mehr Effizienz und die Haushaltspolitik sei deutlich verbessert worden.

Dies sorge sowohl für politische, als auch für wirtschaftliche Stabilität, auch wenn der belgische Staatshaushalt auch innerhalb der kommenden beiden Jahre nicht wirklich auf schwarze Zahlen aufbauen könnte. Positive Auswirkungen hat laut S&P auch die Tatsache, dass die belgische Regierung Maßnahmen ergriffen habe, durch die mittelfristig die Lohnnebenkosten in Belgien gesenkt werden können, was dem internationalen Wettbewerb des Landes zu Gute kommen würde.

Aber, so Standard & Poors, das Minus Belgiens halte sich im (EU)Rahmen und sei weniger problematisch, als das so manches anderen Mitgliedslandes der Europäischen Union. Bundesfinanzminister Koen Geens (CD&V) sagte am Freitagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass er zufrieden mit der Bewertung durch S&P sei. Die Regierung habe in den vergangenen beiden Jahren gute Arbeit geleistet und seine europäischen Amtskollegen würden ihm in dieser Hinsicht bei EU-Gipfeln Respekt zollen.