Belgische Medikamente in der DDR getestet

Zwischen 1974 und 1987 hat das belgische Pharmaunternehmen Janssen Pharmaceutica. Medikamententests an Patienten der ehemaligen DDR durchgeführt. Damals war es im Westen schwer, Probanden zu finden. Das berichtet die Zeitung ‚De Standaard‘ in ihrer Wochenendausgabe. Janssen hat der VRT-Redaktion diesen Bericht bestätigt.

Wie das deutsche Nachrichtenmagazin ‚Der Spiegel‘ Mitte letzten Jahres ans Licht brachte, führten zahlreiche westliche Pharmafirmen wie Bayer, Pfizer und Sandoz in dieser Zeit Testreihen für Arzneimittel in der ehemaligen DDR durch.

Damals war es im Westen schwer, Probanden zu finden und in der DDR fehlte es oft an Medikamenten. Es wird vermutet, dass rund 50.000 DDR-Bürger an Testserien teilnahmen, zum Teil ohne davon zu wissen.

Zwischen 1974 und 1987 hat Janssen mindestens vier Medikamente getestet. Das hat das Pharmaunternehmen inzwischen bestätigt. Darunter war auch das erste Medikament zur Behandlung von Schimmelinfektionen in Pillenform, Ketoconazol. Jahre bevor es auf den belgischen Markt kam, wurde es demnach in der DDR getestet.

Janssen Pharmaceutica betont in einer Erklärung, die Ermittlungen zu diesen Testreihen, hätten bisher keine Probleme ans Licht gebracht. „Unsere deutsche Firmentochter unterstützt die Ermittler, die die Medikamententests in der DDR untersuchen, nach Kräften.“

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