Kein Oscar für Broken Circle Breakdown

"The Broken Circle Breakdown" ging bei der Oscarverleihung leer aus. Statt dessen wurde der italienische Streifen "La Grande Bellezza" als bester nicht-englischsprachiger Film ausgezeichnet. "Vielleicht gewinnen wir in ein paar Jahren doch noch. Ich glaube daran", so Regisseur Felix Van Groeningen.

Hauptdarstellerin Veerle Baetens (Foto) hatte sich mehr erhofft: "Ich bin ein bisschen traurig. Ich denke, dass das normal ist, wenn man es schon so weit geschafft hat, will man doch mehr."

"12 Years a Slave" und "Gravity" sind die großen Gewinner bei den diesjährigen Oscars. Als beste Schauspielerin ist Cate Blanchett ausgezeichnet worden für ihre Rolle in "Blue Jasmin". Matthew McConaughey ist der beste Schauspieler in "Dallas Buyers Club".

"Enttäuscht"

"Das hat ganz schön eingschlagen", so der Regisseur von dem belgischen Film "The Broken Circle Breakdown". "Ich war doch ganz schön enttäuscht. Alles war so schön. Schade, dass es keine Silber- oder Bronzemedaillen gibt. Ich denke, dass wir die gewonnen hätten."

Van Groeningen und sein Team hatte fest an eine Auszeichnung geglaubt. "Ja, ich fühlte, dass der Film hier echt ankommt und lebt. Aber wir müssen unsere Niederlage gegenüber "La Grande Bellezza" akzeptieren."

Trotzdem schaut Van Groeningen sehr positiv in die Zukunft. "The Broken Circle Breakdown" hat die Welt erobert. Vielleicht gewinnen wir in ein paar Jahren einen Oscar. Darauf hoffe ich sehr und ich glaube auch daran."

Ein bisschen belgisch gefärbt war hingegen der Oscar für den besten animierten Kurzfilm. Er ging an "Mr. Hublot", eine französisch-luxemburgische Koproduktion, die sich jedoch an das Werk des belgischen Künstlers Stéphane Halleux lehnt.

Die einzige belgische Oscargewinnerin bleibt also vorerst Nicole Van Goethem mit "Eine Griechische Tragödie", der 1987 in der Kategorie bester animierter Kurzfilm ausgezeichnet wurde.