Belgien zerstört konfisziertes Elfenbein

Passend zum „UN World Wildlife Day“ kündigte die belgische Regierung an, ihren Lagerbestand an konfisziertem Elfenbein zerstören zu wollen. Dies wird in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Tierschutz-Fonds in einer offiziellen Veranstaltung am 9. April geschehen, zu der Vertreter der Länder mit Elefantenpopulationen eingeladen sind.

Das erklärte die belgische Vizepremierministerin Laurette Onkelinx (Foto, links)während eines Empfangs zur 30-jährigen Mitgliedschaft Belgiens beim Artenschutzübereinkommen CITES mit. Mit dieser Entscheidung bezieht die belgische Regierung klar öffentlich Stellung gegen den illegalen Elfenbeinhandel und bekennt sich zum Schutz der Elefanten.

Die belgische Regierung folgt mit dieser Aktion den USA, Frankreich und Hauptabnehmerland China, die in den letzten Monaten bereits ihre Elfenbeinbestände bei öffentlichen Events zerstörten. Auch Hongkong will sich diesen Beispielen anschließen.

Diese Ankündigung folgt nur zwei Wochen auf den London Gipfel zum Wildtierhandel, bei dem Regierungsvertreter aus fast 50 Staaten teilnahmen, um ein gemeinsames Vorgehen gegen den illegalen Wildtierhandel zu koordinieren.

Illegale Elfenbeinaufgriffe weltweit nehmen immer mehr zu: 24,3 Tonnen in 2011, 30 Tonnen in 2012 und 41,5 Tonnen in 2013. Nach Schätzungen werden pro Jahr etwa 36.500 Elefanten getötet – das sind 100 Elefanten pro Tag! (Quelle: www.greenpeace-magazin.de)