Das "Teufelhaus" muss umgestrichen werden

Nach Meldungen der wallonischen Tageszeitung Le Meuse und mehrerer Medien in Ostbelgien muss der Besitzer eines in den Landesfarben gestrichenen Hauses dieses wieder in den Normalzustand zurückversetzen. Der Fan der belgischen Nationalmannschaft, die „Roten Teufel“, war mit allen Anträgen, sein „Teufelhaus“ so lassen zu dürfen, gescheitert.

Dass Fußballfans mitunter ein bisschen verrückt sind, mag heutzutage niemanden mehr überraschen, doch die Verrücktheit des Vorsitzenden eines Fanclubs der „Roten Teufel“, die sich für die Fußball-WM, die in knapp 100 Tagen in Brasilien beginnt, qualifiziert haben, geht den Behörden ein bisschen zu weit.

Der Mann aus der Ortschaft Sankt-Vith in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien hatte sein Haus in den belgischen Landesfarben schwarz-gelb-rot streichen lassen, doch dies wollten die Behörden denn doch nicht zulassen. Dieses bunte Haus wiederspreche den Regelungen zur Raumordnung und müsse wieder in seinen Ursprungszustand versetzt werden, wurde angeordnet.

Der Fußballfans hatte alle Register gezogen. Er hatte einen Antrag bei seiner Stadtverwaltung gestellt und dort soll man sogar erwogen haben, das Haus für die Dauer von sechs Monaten, wahrscheinlich bis zum Ende der WM in Brasilien, so zu belassen, doch daraus wurde wohl nichts. Die Farben müssen weg und auch ein Schreiben an das belgische Königshaus hatte wohl keinen durchschlagenden Durchbruch gebracht, so die Meldungen dazu.