"Europa hilf Flüchtlingen aus Syrien!"

Mehr als 130.000 Männer, Frauen und Kinder sind seit dem Ausbruch der Syrienkrise im März 2011 gestorben. 2,4 Millionen registrierte Flüchtlinge sind auf der Flucht vor Krieg und Elend. Nur 81.000 Flüchtlinge haben Asyl in Europa beantragt. Das sind also kaum 3 % der Leute, die Schutz brauchen. Mit der am Donnerstag von über hundert Nichtregierungs-Organisationen in 34 europäischen Ländern ins Leben gerufenen Kampagne 'Europa handel jetzt' soll auf die Nöte dieser Flüchtlinge aufmerksam gemacht werden. Die Bürger werden aufgerufen, ihre Stimme den Überlebenden der Syrienkrise via Twitter, Facebook oder andere soziale Netzwerke zu geben. Das meldet das Flüchtlingshilfswerk Flandern in einem Pressebericht.

Je mehr Zuhörer gefunden werden, desto eher könne man die Europäischen Entscheidungsträger dazu ermuntert, zuzuhören und zu handeln, heißt es auf der Webseite von "Europe Act Now".

Der Apell an alle europäischen Länder lautet: Gebt den Flüchtlingen einen sicheren Weg nach Europa, schützt sie, wenn sie an den europäischen Grenzen ankommen und führt die Familien zusammen, die infolge der Krise auseinandergerissen wurden.

Die UN-Flüchtlingsorganisation rechnet bis Ende 2014 mit vier Millionen Flüchtlingen. Das mache aus diesem Krieg eine der größten humanitären Krisen unserer Epoche, heißt es noch beim Flüchtlingshilfswerk Flandern.

Zur Mobilisierung und um den tragischen Geschichten der Flüchtlinge Gehör zu verschaffen, sollen soziale Medien wie Twitter, Facebook und die Webseite www.helpsyriasrefugees.eu, auf der eine Petition unterzeichnet werden kannn, genutzt werden.

In unserem Land wird die Aktion durch das Flüchtlingswerk Flandern, Amnesty International, Caritas International, Dokters van de Wereld und 11.11.11. unterstützt.

Das Projekt wird übrigens auch vom UNHCR (Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte) und dem EPIM (The European Programme for Integration and Migration) gefördert.