Volksdarlehen lassen Kassen klingeln

Die so genannten Volksdarlehen haben innerhalb von zwei Monaten 788 Millionen Euro angezogen. Das Volksdarlehen ermöglicht Sparern, gegen eine herbagesetzte Quellensteuer in örtliche, soziale Projekte zu investieren. Anstelle der 25 Prozent Quellensteuer muss der Anleger nur 15 Prozent auf die Brutto-Zinseinnahmen bezahlen.

Die Laufzeit beträgt allerdings mindestens 5 Jahre. Für diese Dauer bekommt man Zinsen in Höhe von eineinhalb Prozent. Das ist um einiges höher als bei klassischen Sparkonten.

Michel Vermaercke vom Bankenverband Febelfin spricht von einem Erfolg: "Im Bankensektor war man doch überrascht, dass in diesen ersten beiden Wochen so positiv auf dieses neue Produkt reagiert wurde. 800 Millionen nach 2 Monaten hält man für einen guten Anfang."

Auf die Frage, was den Sparer bei diesem Produkt derart anziehe, antwortete Vermaercke noch: "Ich denke, die Tatsache, dass die Erträge für gesellschaftliche Projekte eingesetzt werden mit einem Mehrwert für zum Beispiel Schulen, Krankenhäusern oder Kulturzentren, hat eindeutig eine Rolle gespielt. Außerdem zeigt der Aspekt, dass die Regierung es für nötig hält, einen fiskalen Vorteil daran zu knüpfen, nämlich eine herabgesetzte Quellensteuer von 15 Prozent, Wirkung."