Weniger Haushaltsmittel: Die Armee muss sparen

Das belgische Verteidigungsministerium muss drastisch sparen, denn die Haushaltsmittel, die die Bundesregierung der Armee für 2014 zugesteht, liegen 77,5 Mio. € unter denen des vergangenen Jahres. Grünanlagen sollen jetzt nicht mehr gepflegt werden und auch das Putzen von Kasernen soll in Zukunft geringer ausfallen, als bisher.

Die Redaktion der flämischen Tageszeitung Het Nieuwsblad hatte Einblick in ein armeeinternes Dokument vom 28. Februar 2014, das aus der Feder von Michel Ocula, Generalmajor bei der belgischen Luftwaffe stammt.

Darin heißt es: „Die Regierung hat unser Budget für 2014 um 77,5 Mio. € zurückgeschraubt und darum bleibt uns nichts anderes übrig, als auf verschiedenen Ebenen drastische Maßnahmen zu treffen.“ Das bedeutet z.B., dass der Rasen der Armeeanlagen nicht mehr einmal pro Monat gemäht werden soll, dass die Heizung in den militärischen Gebäuden zwischen 15 Uhr am Nachmittag und 7 Uhr am Morgen ausgeschaltet werden soll und dass die Büros in den Kasernen nur noch einmal pro Monat geputzt werden und nicht mehr alle zwei Wochen, wie bisher.

Böden werden erst gar nicht mehr gebohnert, so das Ocula-Dokument. Das Verteidigungsministerium hofft, 10 % im Jahreshaushalt einsparen zu können, in den weniger Wasser verbraucht wird und die Gas- und Heizölausgaben sollen um 20 % gesenkt werden. Ein Sprecher einer Soldatengewerkschaft sagte dazu gegenüber Het Nieuwsblad, dass dies alles „das Leben als Militär ein Stückchen weniger angenehm machen wird.“