Belgien gibt Deutschland Diplomaten-Archiv zurück

Kommenden Mittwoch wird das belgische Generalstaatsarchiv 17 laufende Meter an diplomatischen Archivalien der Deutschen Botschaft Brüssel aus den Jahren 1914–44 an Deutschland rückübergeben. Das teilt die Deutsche Botschaft in Brüssel am Donnerstag mit.

Die Dokumente, Bücher, Fotos und das Propagandamaterial waren damals in der Deutschen Botschaft in Brüssel, im Generalkonsulat in Antwerpen und im Konsulat in Lüttich untergebracht. Das deutsche diplomatische Personal hatte die Unterlagen zurückgelassen, als es Ende August 1944 - einige Tage vor der Befreiung von Brüssel - die Anordnung bekam, Belgien zu verlassen. Kurz nach dem 2. Weltkrieg wurden die Unterlagen in rund 100 Kartons zunächst von dort in das belgische Kriegsarchiv Anderlecht überführt.

1953 wurden sie dann in das belgische Generalstaatsarchiv in Brüssel gebracht. Das hat die Bestände ab den 60er Jahren mit einem Inventar versehen und später teilweise digitalisiert, so dass sie bald auch elektronisch im Lesesaal des Generalstaatsarchivs in Brüssel konsultiert werden können.

Während der gesamten Zeit blieb Deutschland der rechtmäßige Besitzer dieser Dokumente.

Eine einzelne, symbolische, Akte wird kommenden Mittwoch feierlich dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland beim Königreich Belgien, Dr. Eckart Cuntz, übergeben. Endbestimmung der gesamten Akten ist das Politische Archiv des Auswärtigen Amtes in Berlin.