Entscheidung über Scientology-Prozess am 27. März

Am 27. März wird entschieden, ob sich die Scientology-Gruppierung und ein Dutzend seiner Mitglieder vor einer Strafkammer verantworten müssen. Das hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitgeteilt. Ursprünglich war der Termin für den heutigen Tag, also den 13. März, angesetzt. Der Termin ist jetzt aber verschoben worden.

Die Staatsanwaltschaft will gerichtlich gegen Scientology als kriminelle Organisation vorgehen und verdächtigt die Mitglieder des Betrugs, illegaler medizinischer Praktiken, der Missachtung des Gesetzes zur Privatsphäre und der Erpressung.

Die ersten Ermittlungen gegen die Scientology-Bewegung begannen 1997, als mehrere ehemalige Mitglieder Anzeige erstatteten. Zehn Jahre danach hat die Staatsanwaltschaft gefordert, zwölf Personen und zwei Unternehmen, den belgischen Zweig der Scientology-Bewegung und das europäische Büro der internationalen Scientology-Bewegung, vor die Strafkammer zu bringen.

Bevor sich die Beschlusskammer über diese Frage beugen konnte, ist, nachdem das Arbeitsamt in Brüssel Anzeige erstattet hatte, ein weiteres Ermittlungsverfahren aufgenommen worden.

Scientology wurde falscher Stellenangebote verdächtigt. Die Personen, die auf eine Stellenanzeige reagierten, bekamen keine Arbeit, sondern sollten in den Genuss eines Ehrenamts-Statuts kommen.

Vor einigen Monaten hat die belgische Staatsanwaltschaft entschieden, die beiden Ermittlungsverfahren zusammen zu legen. Die Beschlusskammer muss jetzt die Personen und Unternehmen aussuchen, die sich letztlich vor dem Strafgericht verantworten müssen.

Die Scientology-Bewegung wurde 1954 von dem amerikanischen  Science-Fiction-Schriftsteller Ron Hubbard gegründet und soll rund 12 Millionen Mitglieder auf 8.000 Einrichtungen und 165 Länder verteilt zählen.