Smogalarm aufgehoben, Sorge um reine Luft bleibt

Der Smogalarm auf Belgiens Autobahnen ist aufgehoben worden. Die Luftqualität müsste sich im Laufe des heutigen Samstags noch weiter verbessern.

Insgesamt bekamen in den letzten beiden Tagen rund 14.000 Autofahrer ein Bußgeld ausgestellt, weil sie schneller als 90 Stundenkilometer fuhren. Am Donnerstag wurden bei verstärkten Polizeikontrollen über 6.000 Fahrer mit Geschwindigkeitsverstößen erwischt, am Freitag waren es mindestens 8.000. Hierbei handelt es sich noch um vorläufige Zahlen.

In unserer Luft befindet sich immer mehr CO2, den wir einatmen. In dieser Woche wurde die symbolische Grenze der CO2-Konzentration von 400 ppm überschritten. Diese Konzentration ist jetzt vermutlich erstmals höher als vor 800.000 Jahren. "Wir sind auf dem höchsten Stand seit 800.000 Jahren" und pro Jahr kämen noch weitere Teilchen hinzu, betont Jean-Pascal van Ypersele, Professor für Klimakunde an der Universität UCL und Vizepräsident des UN-Klimaforums.

„In sicher einer Millionen Jahren hatten wir keine Werte mehr, die höher als 300 ppm waren. Jetzt (…) liegen wir bei 400 ppm und wir sind auf dem Weg zu noch höheren Werten. Das ist ein Grund, um sich Sorgen zu machen, denn eine Zunahme der Erderwärmung um 1, 2 , 3 vielleicht sogar bis Ende dieses Jahrhunderts um 4 bis 5 Grad ist wahrscheinlich.“

Außerdem gebe es einen direkten Bezug zum Smogalarm der vergangenen Woche, so van Ypersele. Auch Smog kommt von der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Bei Smog bleiben die schädlichen Teilchen wegen fehlenden Windes in der Luft hängen.