Ukrainischer Hackerangriff auf Nato-Webseite

Die offizielle Webseite der Nato ist aufgrund einer Cyberattacke seit Samstagabend blockiert. CyberBerkut, eine Hackergruppe aus der Ukraine, hat sich zu dem Cyberangriff bekannt. Das meldet die niederländische Zeitung De Volkskrant auf ihrer Webseite.
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Die ukrainischen Hacker attackierten die Websites des Verteidigungsbündnisses im Vorfeld des Krim-Referendums. Es soll ein Protest gegen ein mögliches Eingreifen der Nato in der Ukraine sein. Die Nato habe auf ukrainischem Territorium nichts zu suchen, hieß es auf der Webseite von CyberBerkut. Die Nachricht war auf Russisch verfasst.

Die ukrainischen Hacker sollen einen DDoS-Angriff auf die Webseite der Nato www.nato.int durchgeführt haben. Das ist eine Attacke, bei der verschiedene Computer mit Datenfragen eine enorm große Datenflut verursachen, die dafür sorgt, dass der Computer des attackierten Systems ausfällt oder die Internetverbindung überfordert wird. Hierdurch werden bestimmte Funktionen des Systems unbenutzbar oder unzugänglich. Für diese Art der Attacke benötigen die Täter also jede Menge Computer, aus denen sie die Datenfragen absenden können.

Auch zwei an die Nato gekoppelte Seiten - www.nato-pa.int und www.ccdcoe.org - wurden von der Attacke getroffen. Am Sonntagmorgen gegen 1 Uhr funktionierte die Website www.nato-pa.int allerdings wieder. Die anderen Seiten sind noch offline. Die Nato-Techniker in Brüssel arbeiteten daran, die Seiten wieder funktionsfähig zu machen, hieß es.

Nato-Sprecherin Oana Lungescu bestätigte auf Twitter, dass die Seite in der Tat Opfer einer Cyberattacke geworden sei und stillliege. Gleichzeitig betonte sie, dass die Aktion der Hacker keine "operationellen Auswirkungen" habe.