Karriereweg von Frauen sieht anders aus als der vom Mann

Am heutigen Tag des Equal Pay Day, dem Tag der Lohngleichheit von Männern und Frauen, wollen Frauenverbände und Gewerkschaften in ganz Belgien auf den immer noch bestehenden teilweise großen Unterschied bei der Bezahlung aufmerksam machen. Der Equal Pay Day ist der Tag, bis zum dem Frauen im Durchschnitt arbeiten müssen, um das gleiche zu verdienen wie ihre männlichen Kollegen letztes Jahr verdient haben.

Die sozialistische Gewerkschaft und die Frauenbewegung "Zij-kant" führen an verschiedenen Bahnhöfen Aktionen durch.

Ein Parcours für Männer und für Frauen zeigt zum Beispiel links einen roten Teppich und rechts einen kurvigen Weg entlang eines Bügelbretts, Spielzeug und Putzutensilien. Ein eindeutiges Bild, sagt Ankie Gietenaere von Zij-Kant Brüssel.

"Wie Sie sehen, ist der Weg von Frauen voller Hindernisse wie mangelnde Kinderhorte oder Halbtagsarbeit und der von Männern kann einfach direkt und geradewegs beschritten werden, weil die Männer auf weniger Hinderisse stoßen."

Und diese Hindernisse hielten Frauen noch viel zu häufig davon ab, Karriere zu machen, heißt es bei Zij-Kant. "Wir machen ein klein wenig Forschritte, aber eigentlich nur mit sehr kleinen Schritten. Der Lohnunterschied beträgt noch stets 21% und das ist viel zu viel", so Vera Claes von Zij-Kant.

Bei diesem Tempo dauere es noch 37 Jahre, um den Lohnunterschied abzuarbeiten. Zij-Kant will deshalb, dass mehr getan werde, auch auf Seiten der Männer selbst.

"Das muss nicht verändert werden, sondern die Menschen müssen das selbst verändern. Die meisten Familien und Menschen sind erwachsen genug, um sich selbst dafür zu entscheiden."