Leitet auch BNP Paribas Fortis Kundeninfos an Privatfirmen weiter?

Der Ausschuss zum Schutz der Privatsphäre geht der Frage nach, ob BNP Paribas Fortis Kundendaten an kommerzielle Unternehmen weiterleiten darf. Nach den Diskussionen um die Weiterleitung von Kundendaten bei der ING, scheint nun auch BNP Paribas Fortis seine allgemeinen Bedingungen leicht abgeändert zu haben. So wurden einige Bestimmungen zur Weiterleitung von Kundendaten an "Handelspartner der Bank" überarbeitet.

BNP Paribas Fortis ist die größte Bank unseres Landes. Ende letzten Jahres hat die Bank die allgemeinen Bedingungen überarbeitet, bei denen die Beziehugen zwischen der Bank und dem Kunden geregelt werden.

Nach den neuen allgemeinen Bedingungen darf BNP Parisbas Fortis offenbar Daten über Kunden an Handelspartner weiterreichen. Der Ausschuss zum Schutz der Privatsphäre ist der Frage eines Kunden der Bank nachgegenagen und hat begonnen, Nachforschungen hierzu anzustellen, betont  Eva Wiertz.

"Zunächst steht dort, dass möglicherweise Daten an, was BNP Paribas Fortis externe Handelspartner nennt, weitergeleitet werden können. Das würde im Vergleich zu den vorigen allgemeinen Bedingungen eine Erweiterung bedeuten."

Außerdem hat der Ausschuss zum Schutz der Privatsphäre Bedenken bei der Art und Weise, wie vorgegangen wird, damit die Kunden mit der Verbreitung ihrer Daten einverstanden seien: "Das ist eigentlich etwas, was nicht sein darf. Also, mit den allgemeinen Bedingungen einverstanden zu sein und dabei der Verwendung kommerzieller Ziele durch Dritte zuzustimmen. Das ist etwas, was normalerweise getrennt voneinander steht."

Die Bank BNP Parisbas Fortis selbst betont wiederum, dass sie überhaupt keine Pläne habe -  wie sie die ING in den Niederlanden hatte -, um Angaben zur Kreditwürdigkeit von Kunden an externe Unternehmen weiterzuleiten. Die Bank betont ferner, dass es sich hierbei einzig und allein um Personendaten handele.