Die UNESCO-Urkunde für die Pferdefischer ist da

Die Gilde der Pferdefischer in Oostduinkerke an der belgischen Nordseeküste haben am Dienstagabend die Urkunde erhalten, die ihnen Bestätigt, dass sie Offiziell in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen worden sind. Am 4. Dezember 2003 hatte die UNESCO die Pferdefischer in die Liste aufgenommen und jetzt wurde dies auch offiziell zu Papier gebracht.

Acht Jahre lang dauerte es, bis die mit Brabanter Kaltblütern arbeitenden Garnelenfischer von Oostduinkerke endlich ihren durchaus verdienten Platz auf der UNESCO-Liste für Immaterielles Kulturerbe der Menschheit einnehmen durften.

Seit 2009 gehören sie bereits zum geschützten Kulturerbe des belgischen Bundeslandes Flandern und erst im Juni 2013 wurden sie durch einen Besuch des damaligen belgischen Königspaars, Albert II. und Paola, quasi noch geadelt.

Das Garnelenfischen mit Pferden ist eine jahrhundertealte Tradition und ein ebenso traditionsreicher Beruf, auch wenn er heute eher einen touristischen Wert hat. Oostduinkerkes diensttuender Bürgermeister Jan Loones (N-VA): „Die erste schriftlichen Erwähnungen der Fischerei zu Pferde sind in den Rechnungen der Dünenabtei zu finden und datieren aus dem 16. Jahrhundert, genauer aus dem Jahr 1563.“

Am Dienstagabend überreichte Flanderns Landesministerin für Umwelt, Natur und Kultur, Joke Schauvliege (CD&V), mit Stolz der Gilde der Pferdefischer in Oostduinkerke offiziell die Urkunde der UNESCO.