Armutsbericht: Jeder dritte Belgier gilt als arm

Etwa jeder dritte Belgier lebt in Armut oder schafft es nur schwerlich, mit seinem Einkommen auch auszukommen. Der aktuelle Armutsbericht zu unserem Land weist 15 % aller Bürger und sogar 20 % aller hier lebenden Kinder als arm aus.

Die Zahlen, die das Kabinett von Maggie De Block (Open VLD), Belgiens Staatsekretärin für Asyl und Einwanderung, gesellschaftliche Integration und den Kampf gegen Armut, im aktuellen Armutsbericht zu unserem Land vorlegt, basieren auf Angaben aus dem Jahr 2011 und sind alles andere als gut:

15 % aller Belgier leben in Armut, 20 % aller Kinder leben ebenfalls in Armut und weitere 21 % der Bevölkerung schaffen es nicht, mit ihrem Einkommen alle anfallenden Kosten ihrer Haushalte zu begleichen. Das Problem der Kinderarmut ist besonders besorgniserregend, denn sie sind die Erwachsenen von Morgen, wie die Soziologin Annemie Pannecoucke, die dieses 4. Jahrbuch der Armut in Belgien zusammenstellte, sagte.

In diesem aktuellen Armutsbericht fällt besonders auf, dass sich die Armut in unserem Land deutlich nicht mehr nur auf die großen Städte beschränkt. Auch in ländlichen Gegenden wird die Armut immer sichtbarer. Dort betrifft sie vor allem alte Menschen und, wie auch fast überall anderswo im Land, alleinerziehende Mütter.