Der belgische Staat bleibt ein beliebter Arbeitgeber

Nach Ansicht von Staatssekretär Hendrik Bogaert (CD&V), innerhalb der belgischen Bundesregierung zuständig für Behörden und Verwaltung, ist der Staat als Arbeitgeber derzeit so beliebt, wie nie zuvor. 2013 hätten sich rund 172.000 Personen beim Staat um eine Anstellung bemüht.

Selor, die staatliche belgische Rekrutierungsbehörde, gab an, dass diese Zahl einen neuen Rekord darstelle. Rund 172.000 Bewerbungen beim Staat im vergangenen Jahr bedeutet eine glatte Verdoppelung dieser Zahl im Vergleich mit dem Referenzjahr 2011.

Unser Foto zeigt eine Gruppe Bewerber bei einer Einstellungsprüfung für einen Job beim Staat von Selor.

Staatssekretär Bogaert (kleines Foto) sagte dazu, dass das vergangene Jahr in dieser Hinsicht ein besonderes Jahr war, da viele offene Stellen in den Bereichen Haftanstalten, Zoll und Notrufzentralen zu besetzen waren.

Bogaert glaubt, dass das negative und verstaubte Beamtenimage, das den staatlichen Behörden früher anheftete, Vergangenheit ist. Rund 60 % der Bewerber auf freie Stellen beim Staat waren übrigens jünger als 35 Jahre, so die Statistik von Selor.

Nach Ansicht des zuständigen Staatssekretärs rechnen die Anwärter auf staatliche Stellen damit, hier Karriere machen zu können: "Das sind Leute, die sagen, dass sie dabei sein wollen, wenn hier Laufbahnen mit Aufstiegsmöglichkeit möglich sind. Offenbar wirkt sich die Tatsache, dass Leistungen hier anerkannt werden, motivierend aus."