Arbeitslosenquote 2013 leicht angestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Belgien im vergangenen Jahr um 0,8 % angestiegen. Das bedeutet, dass 2013 in unserem Land rund 650.000 Menschen von Arbeitslosenunterstützung abhängig waren. Dieser erneute, allerdings nur leichte Anstieg ist in erster Linie eine Folge der Wirtschaftskrise. Vor allem in Flandern ist der Anstieg spürbar.

Nach Angaben der Arbeitsämter in Bund und Ländern ist die Arbeitslosenquote in Belgien im vergangenen Jahr um 0,8 % angestiegen. Dadurch erhielten 2013 in unserem Land 651.059 Personen eine staatliche Unterstützung, sprich Arbeitslosenunterstützung.

Dieser erneute leichte Anstieg dieser Quote ist in erster Linie eine direkte Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise. Im europaweiten Vergleich ist die Quote in Belgien in den vergangenen fünf Jahren allerdings mehr oder weniger konstant geblieben, bzw. die Anstiege waren eher moderat. In anderen EU-Ländern stieg die Arbeitslosenquote hingegen deutlich stärker, denn der EU-Durchschnitt lag im vergangenen Jahr bei einem Anstieg um 4,5 %.

In Belgien ist der Anstieg der Arbeitslosenzahlen am deutlichsten in Flandern zu spüren (+6,8 %). In der Wallonie stieg die Quote um 2,3 % und der Region Brüssel-Hauptstadt um 0,6 %. Die Jugendarbeitslosigkeit stieg hierzulande schneller an, als die in den höheren Altersklassen: +4,9 % bei den bis 25jährigen, +3,7 % bei den 25- bis 49jährigen und +2,9 % bei den über 50jährigen.

Nach Ansicht des nationalen Arbeitsamtes, dass sich auf Statistiken der Nationalbank basiert, ist das Schlimmste der Krise wohl überwunden. 2014 würde ein leichtes Wirtschaftswachstum in Belgien auch für eine leichte Entspannung auf dem Arbeitsmarkt sorgen. Und doch lägen in Belgien wirtschaftlich strukturelle Probleme vor, die nur seht langsam gelöst werden würden. Dies habe denn auch nur eine träge Erholung der Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten zur Folge.