Zeitungshändler fordern Unterstützung

Selbständige Supermarktbesitzer und Zeitungshändler verlangen eine staatlich Finanzspritze, damit sich der Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften wieder rechnet. Ihr Dachverband argumentiert, Bpost werde jährlich vom Staat mit 200 Millionen Euro unterstützt, um die Presseorgane zuzustellen. Deshalb stehe ihnen eine vergleichbarer Betrag zu.

„Mit den staatlichen Mitteln wird die Presse in ihrer Allgemeinheit gefördert und darf nicht ein Vertriebsweg auf Kosten der anderen bevorzugt werden“, heißt es in einer Erklärung. „Eine Zeitung, die im Laden verkauft wird oder von einem privaten Zeitungsvertrieb ausgetragen wird, ist nicht weniger wert, als eine die vom Briefträger verteilt wird.“

Bis 2016 muss der Staat den Vertrieb von Presseorganen öffentlich ausschreiben. Das wurde mit der Europäischen Kommission im Rahmen der öffentlichen Subventionierung der Post vereinbart. Spätestens dann müssten auch der klassischen Zeitungsvertrieb und die entsprechen Verkaufsstellen berücksichtigt werden. Die Branche fordert schnell korrigierende Eingriffe.

Ein Sprecher von Wirtschaftsminister Vande Lanotte relativiert: „Die Subventionierung der Post hat zum Ziel, dass in jedem Winkel des Landes morgens an Wochentagen vor 7.30 Uhr und am Wochenende vor 10.00 Uhr eine Zeitung im Briefkasten liegt. Lokale Zeitungshändler liefern nicht überall aus.“