4 Jahre Haft wegen Phishings

In Brüssel sind die drei Anführer einer Bande zu schweren Strafen wegen Phishings verurteilt worden. Sie müssen teils für über vier Jahre ins Gefängnis. Die Bande aus 24 Afrikanern hat jede Menge Personen betrogen, indem sie ihnen telefonisch oder über das Internet Bankdaten entlockte. Mit dem Geld der Bankkonten kaufte sie Jetons im Casino von Brüssel. Diese wurden danach in Bargeld eingetauscht und so das Geld gewaschen.

Die anderen Bandenmitglieder bekamen Strafen zwischen sechs Monaten auf Bewährung und 15 Monaten effektiver Haftstrafe.

Phishing ist eine Form des Internetbetrugs, wobei Opfer auf eine falsche Bankwebseite gelockt werden. Wenn sie sich dort einloggen, geben sie nichtsahnend ihre Bankdaten an eine kriminelle Organisation weiter, die dann ihr Konto plündern kann.

Die Organisation, die am Dienstag vor Gericht stand, soll rund 221.000 Euro erbeutet haben. 146.000 Euro davon können direkt 9 verschiedenen Opfern zugeordnet werden.

Die Brüsseler Justiz ist der Organisation Anfang 2013 auf die Schliche gekommen, nachdem die Kasinomitarbeiter verdächtige Transaktionen meldeten.

Die niederländischen Auftraggeber konnten nicht ausfindig gemacht werden, aber die Brüsseler Justiz hat den  wichtigsten belgischen Mittelsmann festnehmen können. Er bekam 50 Monate Haft und seine beiden wichtigsten Handlanger jeweils 40 Monate Haft.