Barack Obama hat Belgien wieder verlassen

Nach ziemlich genau 22 Stunden hat US-Präsident Barack Obama kurz nach seiner Rede vor rund 2.000 Zuhörern Belgien wieder verlassen. An Bord der Ar Force One begab sich Obama in Richtung Rom, wo er unter anderem vom Papst empfangen wird.

Der Besuch des US-Präsidenten stellte unser Land ein wenig auf den Kopf, vor allem die belgische und europäische Hauptstadt Brüssel und die kleine westflämische Stadt Waregem, wo er am Mittwochmorgen das amerikanische Ehrenmal für die in Belgien gefallenen US-Soldaten während des Ersten Weltkriegs und mehrere Soldatengräber besuchte.

Die Sicherheitsvorschriften waren streng und nur den wenigsten gelang es, einen Blick auf Obama werfen zu können, denn die „Zivilbevölkerung“ wurde auf „Abstand gehalten“. Und doch beeindruckte sein erster Besuch in Belgien seit 2009 und der erste in seiner aktuell laufenden Amtszeit.

Im Laufe des Tages kam es dann in Brüssel zu einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und zu einem kurzen USA-EU-Gipfel. Mit Spannung wurde dann am Frühabend seine Rede im Brüsseler Palast der Schönen Künste, Bozar, erwartet, wo er rund eine halbe Stunde lang das Thema „Transatlantische Beziehungen“ nutzte, um die Jugend in Europa dazu aufzurufen, sich weiter für Freiheit, Demokratie und die Gleichheit der Menschen einzusetzen.

Doch er sprach auch über aktuelle Themen und dabei im Besondern über den Krim-Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, die sich ja gerade erst einem undemokratischen Staatsgefüge entledigen konnte. Dabei griff er die russische Ukraine-Politik scharf an und stellte klar, dass die USA und Europa diese Verletzung der Selbstbestimmung eines Staates nicht hinnehmen werde.

Obama forderte die Russen dazu auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukommen und so weiterzumachen, wie vor dem Konflikt. Obama rief dabei als Beispiel die atomare Abrüstung, die Partnerschaft mit der Nato und andere Bereiche in Erinnerung, bei denen man bisher erfolgreich und konstruktiv kooperiert habe.

Danach verabschiedete er sich und begab sich rasch nach Zaventem zum Brussels Airport, wo auf dem militärischen Bereich in Melsbroek seine Air Force One auf ihn wartete, um ihn nach Rom zu bringen. Bald aber kommt Obama wieder nach Belgien. Im Juni richtet die Europäische Union den G7-Gipfel in Brüssel aus.