Jeder dritte Brüsseler ist kein Belgier

Aus dem demografischen Barometer des Brüsseler Instituts für Statistik und Analyse (BISA) ist ersichtlich, dass am Stichtag 1. Januar 2013 einer von drei Einwohnern der belgischen Hauptstadt kein Belgier ist. Noch immer stellen die Franzosen die größte Gruppe der in Belgien lebenden Ausländer. Die meisten Einwanderer in Brüssel sind Europäer.
BELGA

Im Jahr 2012 ist die Bevölkerungszahl in Brüssel um 1,4 % auf 1.154.635 Einwohner angestiegen. Damit stieg der Bevölkerungszuwachs in der Region Brüssel-Hauptstadt dreimal stärker als in Flandern und in Wallonien. Diese Zahl kommt aber nicht unbedingt durch eine hohe Geburtenrate, sondern durch Zuwanderung.

2012 haben allerdings mehr Menschen die Region Brüssel-Hauptstadt verlassen, um sich anderswo in Belgien niederzulassen, als das umgekehrt der Fall war. Auch das stützt die statistische These, dass die Bevölkerungszunahme in der belgischen und europäischen Hauptstadt auf Zuwanderung aus dem Ausland zurückzuführen ist.

Die größte Gruppe der Ausländer in Brüssel bilden die Franzosen mit etwa 57.000 Landsleuten. Danach folgen die Marokkaner und die Italiener. Inzwischen haben die Rumänen, die jüngste Gruppe der Einwanderer in Brüssel, die Polen zahlenmäßig auf den 4. Rang verdrängt. 68 % der Einwanderer in Brüssel kommen aus Europa.

Statistisch gesehen hat die Brüsseler Region den jüngsten Bevölkerungsdurchschnitt Belgiens. Das Durchschnittsalter in der Hauptstadt lag am Stichtag 1. Januar bei 37,4 Jahren. In Wallonien sind die Menschen durchschnittlich 40,6 Jahre alt und in Flandern wohnen mit durchschnittlich 42 Jahren die ältesten Einwohner des Landes.