Schiedsrichter Nzolo geht in die Politik

Der belgische Erstliga-Schiedsrichter Jérôme Efong Nzolo geht in die Politik. Nzolo wird für die frankophone Zentrumspartei CDH auf Platz 3 der Wahlliste für die Erste Kammer im belgischen Bundesparlament in der Provinz Hennegau antreten. Entsprechende Medienberichte wurden inzwischen von den frankophonen Christdemokraten bestätigt.

Jérôme Efong Nzolo ist 39 Jahre alt und stammt aus Gabun. Er lebt seit 1995 in Belgien und besitzt seit langem die belgische Staatsangehörigkeit. Nzolo pfiff sein erstes Erstligaspiel im Jahr 2006 und hat sich schnell einen Namen im belgischen Fußball gemacht.

Hauptberuflich ist Jérôme Efong Nzolo Erzieher, doch sein Amt als Fußball-Schiedsrichter erfüllt ihn ebenfalls. Bereits vier Mal rief ihn der belgische Fußballverband zum Schiedsrichter des Jahres aus: 2007, 2008, 2009 und 2013. Der 3. Platz auf der Kammerliste im Hennegau ist nicht unbedingt eine Stelle, mit der man automatisch ins Parlament gewählt wird. Er ist eher ein „Kampfplatz“, doch die CDH und Nzolo gehen davon aus, dass er es schon schaffen wird.

Der stets gut gelaunte Unparteiische aus der Fußballwelt ist übrigens nicht der einzige Sportler, der bei der frankophonen Zentrumspartei CDH einen Listenplatz belegt. In Wallonisch-Brabant geht der Hockey-Spieler John-John Domen für die Zentristen für ein Mandat im wallonischen Landesparlament in den Wahlkampf.

Und Jérôme Efong Nzolo hat auch einen Kollegen in der Welt der Fußballschiedsrichter, den es in die Politik gezogen hat. Schiedsrichter Luc Wouters ist Mitglied der flämischen Christdemokraten CD&V und Bürgermeister der Stadt Lummen in der Provinz Limburg.