Wer Rauchverbot einhält, fördert Volksgesundheit

An den öffentlichen Einrichtungen, an denen ein Rauchverbot gilt, haben schwangere Frauen offenbar weniger Probleme mit Frühgeburten. Aus einer von vier Universitäten durchgeführten Studie geht hervor, dass 10 Prozent weniger Frühgeburten registriert werden. Auch würden viel weniger Kinder mit Asthma-Anfällen ins Krankenhaus eingeliefert.

Auch die Universität von Hasselt hat sich an den Umfragen beteiligt.

"Welche Auswirkungen hat ein Rauchverbot auf die Gesundheit von Nichtrauchern?, lautete die Frage der Forscher der 4 Universitäten. Sie verglichen die Zahlen von Frühgeburten und Kindern mit Asthmaanfällen vor und nach der Implementierung des Rauchverbots", erklärt Tim Nawrov von der Universität Hasselt.

"In sämtlischen Studien wurde auch immer wieder betrachtet, ob es keine anderen Erklärungen gibt, wie das Alter, in dem die Frauen schwanger geworden sind."

Das Ergebnis seit der Einführung des Rauchverbots in öffentlichen Einrichtungen ist ein eindeutiger Gesundheitsgewinn: "10,5 Prozent weniger Frühgeburten und auch die Krankenhaus-Einlieferungen von Kindern mit Asthmaanfällen sind um rund 10 Prozent gesunken."

"Und das nicht nur in Belgien, sondern in allen Ländern, in denen Rauchen an öffentlichen Orten verboten worden ist."

Erklärt werden könne dies dadurch, dass sich mit dem Rauchverbot eine gänzlich andere Einstellung zum Rauchen in der Gesellschaft entwickelt habe.

"Es handelt sich hier nicht nur um schwangere Frauen, die vielleicht ein paar Mal in einem Restaurant, in dem geraucht werden darf, mitrauchen. Mit der Einführung des Rauchverbots ist auch eine Veränderung der Mentalität einher gegangen", so Nawrov.

Es habe sich zum Beispiel herausgestellt, dass jetzt auch Eltern, die rauchten, ihre Zigarette eher draußen ansteckten oder sich neben die Abzugshaube stellten. Außerdem hätten nach der Einführung des Rauchverbots auch mehr Menschen mit dem Rauchen aufgehört. 

Das Ergebnis der Forscher lautet deshalb: Rauchverbote haben positive Auswirkungen auf die Volksgesundheit.