Händler halten Preisrundung für unehrlich

Nicht alle Händler sind zufrieden mit der Möglichkeit, die Preise ab- oder aufzurunden. Der Verband der Ladenketten Comeos und die neutrale Gewerkschaft für Selbständige sind gegen die Preisrundung, damit weniger bares Kleingeld in Umlauf gebracht wird.

Nach der neuen Regelung dürfen Preise auf- oder abgerundet werden, damit die Bezahlung mit ein oder zwei Eurocent-Münzen vermieden wird. Wer jedoch mit Karte oder einem Essensscheck bezahlt, kann nicht von der Abrundung profitieren. Die Ladenketten halten diese Aufteilung für unmöglich. 

Peter Vandenberghe vom Verband Comeos betonte am Samstag im VRT-Radio: "Die Regierung hat jetzt entschieden, dass die Preisrundung nur für Barzahlungen gilt. Wer also mit Essensschecks bezahlt oder einer Bankkarte, bekommt keine Preisrundung. In manchen Fällen kann man als Kunde von der Preisrundung profitieren. Man gewinnt also 2 Cent. In anderen Fällen verliert man wiederum 2 Cent und das macht das Ganze für den Händler, so wie der Vorschlag heute vorliegt, unehrlich. Ihm wird nämlich keine Wahl gelassen. Wir hoffen, dass das Parlament einen gesünderen Menschenverstand hat als die Regierung und dass der Vorschlag von der Regierung dort abgeändert oder zurückgeschickt wird."