Justiz ermittelt bei Unfall Flandernrunde

Die Staatsanwaltschaft von Westflandern untersucht, wer für den Unfall am Sonntag in der Flandernrundfahrt verantwortlich ist. Bei dem Zusammenstoß zwischen Johan Vansummeren und einer 65-jährigen Frau, wurde die Frau schwer verletzt.

Die Frau wird im Koma gehalten. Ihr Zustand ist stabil, aber noch immer besorgniserregend. Vansummeren selbst hat leichte Verletzungen.

"Durfte die Frau dort stehen? Hat der Mann eine verkehrte Bewegung gemacht? Das alles muss noch geklärt werden. Wir werden uns mit Hilfe von Zeugenaussagen, mit Hilfe von Erklärungen von Herrn Vansummeren und mit Hilfe des Films, den Sie wahrscheinlich gesehen haben, zu gegebener Zeit unsere Meinung bilden", sagt Tom Janssens von der Staatsanwaltschaft.

"Wir untersuchen unter anderem, ob der Unglücksort ausreichend abgesichert war. Da es sich um einen Zusammenprall mit einem schwachen Verkehrsteilnehmer handelt, wird vielleicht auch Personen ein Prozess gemacht. Der Unfall ereignete sich während eines Wettkampfes. Das heißt zwischen dem ersten Wettkampfauto und der grünen Fahne. In diesem Fall werden veränderte Vorschriften angewandt", so Janssens.

Der Unfall

Der Unfall ereignete sich an einer Verkehrsinsel beim Herausfahren von Wielsbeke. Mitten auf der Straße stieß Vansummeren mit einer Zuschauerin zusammen. Diese musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Garmin-Fahrer hatte wohl die Verkehrsinsel nicht gesehen. Vansummeren zog sich eine Kopfverletzung zu. Die Frau wurde schwer verletzt.

"Ich will jetzt nicht weiter über den Unfall reden", sagte Vansummeren unter Schock. "Es würde schnell zu einer Diskussion kommen, wer Schuld daran hat."