Wenn Raser eigener Beerdigung beiwohnen müssen

Das belgische Institut für Verkehrssicherheit (BIVV) hat einen konfrontierenden Film produziert, um Raser an den Pranger zu stellen. Der Film ist Teil der Kampagne: "Er ist zu schnell gefahren" und inszeniert, wie sechs Personen von ihren Freunden oder der Familie eingeladen werden, an ihrer scheinbar eigenen Beerdigung teilzunehmen.

Die Menschen, die sozusagen zu ihrer eigenen Beerdigung eingeladen wurden, sind als Folge ihrer übertriebenen Geschwindigkeit bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Das ist das Szenario. 

Bei der inszenierten Beerdigungsfeier werden sie mit der Traurigkeit ihrer Angehörigen konfrontiert. An die Personen wird appelliert, nicht mehr so schnell zu fahren. 

Das BIVV weiß, dass der Film schockieren kann, sagt Karin Genoe, aber Geschwindigkeit ist eine der Haupttodesursachen in unserem Verkehr. 

"Jedes Jahr gibt es ungefähr 15.000 Unfälle. Das sind 40 pro Tag, die durch so genannte Raser verursacht werden. Die Auswirkungen dieser Unfälle, sind häufig verheerend, auch für das Umfeld der Opfer. Das wird viel zu wenig gezeigt. Wir haben es deshalb für wichtig gehalten, gerade den Aspekt, wie verheerend diese Unfälle sind, zu zeigen - nicht nur für die Person, die bei dem Unfall stirbt, sondern auch für ihr Umfeld. Genau das wollen wir bildlich zeigen", heißt es beim BIVV.

Auf der Webseite hijistesnelgegaan.be kann man auch eine Standardmail ausfüllen, um sie Freunden oder der Familie zuzusenden und sie auf diese Weise aufzurufen, nicht so schnell zu fahren (Foto siehe unten).