Belgiens Brauer im Clinch mit Frankreich

Belgische Brauer haben eine Beschwerde bei der EU-Kommission gegen die Erhöhung der Verbrauchssteuer von 160 Prozent auf Bier in Frankreich eingereicht. Die Brauer sind überzeugt, dass Frankreich damit den eigenen Markt abschirmen wolle. Frankreich würde auf diese Weise seinen Wein im Vergleich zum Bier bevorteilen, heißt es.
AP2004

Der Umsatz von Bier ist in Frankreich in den vergangenen Monaten um knapp acht Prozent gesunken, der von Wein hingegen um rund 5 Prozent gestiegen. Bier wird größtenteils und vor allem aus Belgien importiert.

Direktor Sven Gatz von den belgischen Brauern betonte im Wirtschaftssender Kanaal Z, dass Belgien aufgrund der französischen Maßnahmen eine halbe Million Hektoliter Bier (von insgesamt 3,5 Millionen Hektoliter) weniger verkaufe in Frankreich. Der Verlust liegt damit bei knapp 60 Millionen Euro.

Die Brauer haben deshalb Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. "Die Wahrung des freien Güterverkehrs ist wichtig. Wir haben jedoch festgestellt, dass Frankreich sein Produkt Wein direkt oder indirekt begünstigt und Bier, also importiertes Bier, benachteiligt", so Gatz.

Die Verbrauchssteuern auf Bier in Frankreich sind jetzt so hoch wie in Belgien und das ist immer noch sechs Mal niedriger als in Großbritannien.