„Offenes Frauengefängnis“ in Haren geplant

Belgien soll ein erstes so genanntes offenes Frauengefängnis erhalten, vor allem für Gefangene mit kleinen Kindern. Die Haftanstalt soll Teil des neu zu errichtenden Gefängniskomplexes (Foto) in der Brüsseler Gemeinde Haren werden, aber nicht hinter der Gefängnismauer liegen und mit weniger strengen Sicherheitsauflagen geführt werden.

Bis zu 100 weibliche Strafgefangene sollen dort ab 2016 ihre Reststrafe im offenen Vollzug verbüßen, um so besser auf ihre soziale Wiedereingliederung vorbereitet zu sein.

„Für den offenen Vollzug kommen nur Frauen mit geringem Fluchtrisiko infrage“, so Justizministerin Annemie Turtelboom. Ein Großteil der Haftplätze ist für weibliche Gefangene mit kleinen Kindern vorgesehen.

Für Männer gibt es die Möglichkeit des offenen Vollzugs bereits in Hoogstraten und Ruiselede. Für Frauen ist die geplante neue Haftanstalt eine Premiere.