Grenzüberschreitende Atomunfall-Übung

Am 2. April haben Belgien und Frankreich zum ersten Mal gemeinsam eine Katastrophenübung in Zusammenhang mit dem Transport von strahlendem Material durchgeführt. Die belgische Aufsichtsbehörde für nukleare Sicherheit (FANC) meldete die Übung erst am Dienstag auf ihrer Webseite.

Die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC und ihr französisches Pendant ASN hatten am 2. April in der Nähe von Hensies an der französisch-belgischen Grenze den Zusammenstoß eines Zuges mit radioaktiven Stoffen an Bord (Archivfoto oben) und einem Treibstoff transportierenden Lastwagen simuliert.

Nachdruck lag dabei, wie die FANC am Dienstag auf ihrer Internetseite erwähnte, auf der gemeinsamen Arbeit zwischen den betroffenen Behörden und den entsprechenden technischen Dienstleistern auf beiden Seiten der Grenze. Dazu musste die Vorgehensweise zum Schutz von Bevölkerung und Umwelt bei einem Unfall mit strahlendem Material zwischen den beiden Ländern koordiniert werden.

Die Übung betraf lediglich die Koordination und die Abstimmung der Behörden. Feuerwehren oder Zivilschutz nahmen an der Übung nicht teil. Laut FANC wurde bei dieser Katastrophenübung deutlich, „dass die befugten Behörden der beiden betroffenen Länder auf eine gute und koordinierte Art und Weise zusammenarbeiten und effiziente Kontakte miteinander unterhalten.“