Nur die Hälfte der Flamen wohnen in Naturnähe

Rund drei Millionen Flamen müssen eine Entfernung von mindestens 1,6 km Luftlinie zurücklegen, um ein Naturgebiet von mindestens 30 ha Umfang erreichen zu können. Das bedeutet, dass rund die Hälfte der Einwohner des belgischen Bundeslandes Flandern keine Natur und keine natürlichen Grünflächen in erreichbarer Nähe haben.

Nach Beiträgen der flämischen Tageszeitungen De Standaard und Het Nieuwsblad ist die Provinz Limburg die grünste Provinz des Bundeslandes, während es in Westflandern in diesem Bereich am schlechtesten Bestellt ist. Die Angaben zu dieser Feststellung kommen von der Umweltgesellschaft Natuurpunt und basieren auf Erhebungen des Raumordnungsmodels des flämischen Instituts für Technologie und Forschung.

Natuurpunt ist der Ansicht, dass die Nähe zur Natur der Gesundheit der Menschen zugute kommt und zwar sowohl auf mentaler Ebene, als auch auf physischer Ebene.

Doch immer mehr offene Landschaften oder Waldgebiete fallen Wohnungsbauprojekten, Gewerbegebieten oder landwirtschaftlicher Nutzung zum Opfer. Zum Beispiel in der Südspitze der Provinz Westflandern weitet sich die Landwirtschaft rasch weiter aus. Aber, Äcker und Kuhwiesen haben laut Natuurpunt nicht den gleichen Effekt auf den Menschen, wie offene Landschaften und Wälder.