Vogelschützer fordern Schutz für die Küstenpolder

Der flämische Vogelschutzbund „Vogelbescherming Vlaanderen“ fordert ruft die Landesregierung dazu auf, sich dringend mit dem Schutz der Küstenpolder zu beschäftigen. Die Vogelschützer warnen, dass sie bei der EU Klage einreichen, wenn innerhalb des nächsten Jahres nichts entsprechendes geschieht.

„Vogelbescherming Vlaanderen“ hat um Druck auf die flämische Landesregierung auszuüben eine Infokampagne zum Schutz der Küstenpolder auf den Weg gebracht. Unter dem Motto „SOS Küstenpolder“ soll die Bevölkerung entsprechend sensibilisiert werden. Flanderns Vogelschützer fordern schon seit Jahrzehnten Schutzmaßnahmen für die Küstenpolder. Diese historischen Landschaften bieten nach Ansicht der Tier- und Naturschützer Flora und Fauna einmalige Biotope, doch nicht selten werden diese von Landwirten umgepflügt und so quasi zerstört.

Peter Bossu von „Vogelbescherming Vlaanderen“ stellt fest, dass diese Zerstörungen unumkehrbar seien: „Wenn so etwas umgepflügt wird, dann kann man das auch nach einigen Jahren nicht mehr ungetan machen. Was der Bauernbund und andere Stimmen auch behaupten mögen, solche Veränderungen sind nicht zurückzuschrauben.“

Flanderns Landesumweltministerin Joke Schauvliege (CD&V) verspricht den Vogelschützern offenbar bereits seit Jahren, dass wie etwas unternehmen will, doch mehr als ein Inventar zu den noch bestehenden ursprünglichen Küstenpoldern sei dabei bisher nicht herausgekommen, so Bossu: „Studien brauchen wir keine mehr. Die werden uns schon seit 25 Jahren zugestellt.“ Kurz vor den Landtagswahlen in Flandern (die am 25. Mai stattfinden) wollen die Naturschützer Druck auf die Landesregierung ausüben: „Wenn die neue flämische Regierung nach Ablauf eines Jahres nichts unternommen hat, gehen wir nach Europa, denn die EU hat entsprechende Richtlinien dazu.“