Die CD&V will Flanderns Regierung weiter leiten

Die flämischen Christdemokraten der CD&V wollen auch nach den Regionalwahlen in Flandern am 25. Mai die Landesregierung weiter führen. CD&V-Parteichef Wouter Beke sagte dazu: „Wir haben die Leute, die das können, im Hause.“ Doch auch die in den Umfragen führende N-VA erhebt Anspruch auf die Regierungsbildung in Flandern.
Nicolas Maeterlinck

CD&V-Parteichef Wouter Beke sagte am Donnerstagabend im Rahmen der VRT-Politiksendung „Reyers politiek“, dass seine Partei dazu bereit sei, auch nach den Wahlen vom 25. Mai die Landesregierung in Flandern führen zu wollen: „Wir rufen die Wähler dazu auf, uns ein entsprechendes Mandat zu geben.“

Die flämischen Christdemokraten stellen seit 10 Jahren den Ministerpräsidenten des belgischen Bundeslandes Flandern. Zunächst hatte Yves Leterme dieses Amt inne und seit 2007 ist Kris Peeters Flanderns MP. Doch auch Herausforderer N-VA gab bereits zu erkennen, dass man nach den Landtagswahlen die Initiative zur Regierungsbildung ergreifen wolle. Die flämischen National-Demokraten um Bart De Wever haben allen Grund dazu, diesen Anspruch zu haben, denn in den Umfragen liegen sie weit vorne.

Doch CD&V-Chef Beke blieb auch bei „Reyers politiek“ dabei, dass seine Partei für eine Regierungsbildung und die spätere Leitung derselben besonders geeignet sei: „Wir haben die sechste Staatsreform mit ausgearbeitet und wir haben eine neue Industriepolitik auf den Weg gebracht, die weiter ausgebaut werden kann. Wir haben die Leute im Haus, die das können, brauchen aber das Mandat der Wähler.“

Auch Flanderns Grüne sind bereit zur Mehrheitsteilname

Die flämischen Grünen von Groen sind nach einigen Jahren Oppositionskur auf flämischer und auf Bundesebene klar für eine Mehrheitsteilnahme und erklären deutlich, dass sie Regierungsverantwortung übernehmen wollen.

Groen-Parteichef Wouter Van Besien und die grüne Parlamentsabgeordnete Meyrem Almaci erklärten im Rahmen des VRT-Programms „Reyers politiek“, dass sie mit den Themen „Gerechtigkeit“, „Solidarität“ und „Nadchhaltigkeit“ mehr in petto haben, als nur die klassische Ideologie der Ökologie.

Almaci sagte, dass eine Mischung der oben genannten Begriffe zu einem Leben mit hoher Lebensqualität führe: „Lebensqualität erstreben bedeutet auch, dass man mit den Mitmenschen Rechnung trägt und auch mit den Generationen, die uns noch folgen werden. Nicht nur hier in Belgien, sondern in der ganzen Welt. Das ist die Essenz.“ Damit unterstreicht Groen, dass man auch eine internationale Partei sei.