Verpasst Flandern die Norm zur Luftqualität?

Dem belgischen Bundesland Flandern droht ein empfindliches Bußgeld von Seiten der Europäischen Union, denn den Behörden gelingt es wohl nicht, die EU-Normen zur Luftqualität, die bis 2015 erreicht werden müssen, einhalten zu können. Zwar verbessert sich auch hier die Qualität der Luft, doch das wird wohl nicht ausreichen.

Die flämische Tageszeitung De Morgen hatte Einblick in den aktuellen Bericht der flämischen Umweltgesellschaft VMM und dort wird vermeldet, dass vor allem Stickstoffoxyde (NO2) ein großes Problem für die Qualität der Luft darstellen. Stickstoffoxyde bilden quasi die Vorstufe zum Ozon und gelten als Schädlich für die Atemwege.

Transport und Verkehr bilden in Flandern den Hauptproduzenten von NO2. Zwar werden die Motoren der Autos auch durch neue EU-Abgasnormen sauberer, doch die entsprechende Anpassung des Fahrzeugparks im belgischen Bundesland Flandern zieht sich in die Länge. Und, in Flandern nimmt die Zahl der mit dem Auto zurückgelegten Kilometer statistisch gesehen derzeit eher zu als ab.

Aus den verschiedenen Messstationen wurde ersichtlich, dass vor allem in der Hafenstadt Antwerpen die Stickstoffoxyd-Werte problematisch bleiben. Hier bleiben die meisten Messwerte entweder auf der Grenze oder sie schaffen es nur knapp darunter zu sinken.

Falls Flandern die bis 2015 einzuhaltenden Normen zur Luftqualität nicht erreicht, dann kann die EU vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. Dies könnte zu Bußgeldern in Millionenhöhe führen. Flanderns Landesumweltministerin Joke Schauvliege (CD&V) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die flämische Regierung im Februar einem aktualisierten Plan zur Senkung von Feinstaub und Stickstoffoxyden zugestimmt habe, der jetzt in Antwerpen in Angriff genommen werde.