Belgien verkauft seine Immobilien im Kongo

Die Verwaltungsabteilung für das Kulturerbe beim belgischen Finanzministerium bietet mehrere Immobilien in verschiedenen kongolesischen Städten zum Kauf an. Darunter sind auch zwei Stockwerke des Gebäudes in Kinshasa, in dem die heutige belgische Botschaft untergebracht ist. Diese Information steht auf der Webseite der zuständigen Verwaltungsabteilung.

Für jedes Stockwerk in dem Gebäude im Viertel Gombe in Kinshasa ist ein Preis von 140.000 Euro angesetzt. Beide Stockwerke zusammen kosten 210.000 Euro.

In der kongolesischen Hauptstadt werden außerdem eine Konzession mit "Villa, Hangar und Nebengebäuden" (1,1 Millionen Euro) und eine Villa in einem Wohnviertel (330.000 Euro) verkauft.

Belgien beginnt normalerweise im Juli mit dem Bau einer neuen Kanzlei in der Innenstadt von Kishasa. Dort sollen die belgische und die niederländische Botschaft untergebracht werden.

In Bukavu, dem  wichtigsten Ort der Provinz Süd-Kivu, wird die alte Kanzlei des belgischen Konsulats zum Kauf angeboten. Ein Preis wird nicht genannt. Dieser Posten wurde nach der letzten diplomatischen Krise zwischen Belgien und seiner ehemaligen Kolonie geschlossen. Anlass der Krise waren Äußerungen des ehemaligen belgischen Außenministers Karel De Gucht.

Eine weitere Immobilie, die zum Kauf angeboten wird mit drei Hauptgebäuden, steht in Goma, in der Provinz Nord-Kivu, für 1,6 Millionen Euro. Wer sich jedoch verpflichtet, weiterhin belgisch-kongolesischen Unterricht anzubieten, kommt in den Genuss eines Rabatts in Höhe von 278.000 Euro.

In der Hafenstadt Matadi wird ein Käufer für das Gelände, auf dem früher das belgische Konsulat war, gesucht. Die Kosten sind bei 230.000 Euro angesetzt.