Lanxess: Arbeitskampf nach 7 Wochen beendet

Der sieben Wochen andauernde Streik bei Lanxess in Zwijndrecht bei Antwerpen ist zu Ende. Gewerkschaften und Direktion haben sich auf ein gemeinsames Tarifabkommen einigen können, das die Belegschaft am Donnerstag mit einer Zweidrittel-Mehrheit angenommen hat. Doch insgesamt neun Wochen Produktionsausfalle müssen erst wieder hingebogen werden.

67 % der Beschäftigten hatten das Tarifabkommen von Arbeitgebern und Gewerkschaften des Butyl-Gummiproduzenten Lanxess in Zwijndrecht am Donnerstag angenommen und schon die Nachtschicht hatte in der Nacht zum Freitag wieder die Arbeit aufgenommen.

Kernpunkte der Einigung sind, dass Lohn- und Gehaltsanpassungen sowie Änderungen der Arbeitsbedingungen jeweils mit den Gewerkschaften und dem Betriebsrat besprochen werden, bevor neue Richtlinien oder Prämienmodalitäten eingeleitet werden. Über einen nicht unerheblichen Punkt müssen sich die Sozialpartner bei Lanxess in Zwijndrecht noch einigen: die Geplante Schließung von zwei Pilotanlagen für die Produktion von neuartigen Gummimischungen für Autoreifen, die der in Leverkusen in NRW ansässige Konzern nicht mehr braucht.

Lanxess braucht jetzt etwa zwei Wochen, um die vor sieben Wochen angeschalteten Anlagen wieder hochzufahren. Die Nachtschicht hatte nach Aufhebung der Blockade des Betriebsgeländes am Freitagabend den Dienst schon wieder angetreten. Doch die derzeitigen Arbeitsumstände werden nicht leicht sein. Der lange Arbeitskampf hat tiefe Gräben aufgeworfen: zwischen Belegschaft und Direktion, zwischen Arbeitern und Angestellten und zwischen Streik- und Arbeitswilligen.