Laurent hat seine Eltern "nicht mehr nötig"

Prinz Laurent hat sich zum ersten Mal nach seinem Krankenhausaufenthalt öffentlich zu den Umständen damals geäußert. Der Sohn des ehemaligen belgischen Königspaars Albert I. und Paola sprach mit einem Redakteur einer Zeitung des frankophonen Sudpresse-Verlags auch über das Verhältnis zu seinen Eltern.

Prinz Laurent habe schlecht ausgesehen und wirkte noch recht schwach, meldeten die Zeitungen von Sudpresse. Laurent habe angegeben, seine Reha werde noch eine längere Zeit andauern: „Meine Genesung verläuft langsam, sehr langsam.“ Am Ostersonntag war Prinz Laurent zum ersten Mal seit seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in der Öffentlichkeit gesehen worden. Er nahm in Bonlez, dem Wohnort seiner Schwiegereltern an einer Ostermesse teil: „Ich konnte nur mit Hilfe meiner Frau Claire an der Messe teilnehmen. Ich kann mit nur sehr schwer bewegen.“

Prinz Laurent, der Bruder von König Philippe, lag drei Wochen lang wegen einer schweren Lungenentzündung in einer Brüsseler Klinik, wo er zeitweise in ein künstliches Koma versetzt wurde. Auf die Gerüchte, nach denen er angeblich einen Selbstmordversuch unternommen habe, regierte Laurent kurz angebunden: „Ob ich die Gerüchte gehört habe? Ich lag im Koma!“

Während seines Krankenhausaufenthalts war in Belgien Unmut über die Tatsache entstanden, dass seine Eltern, das frühere belgische Königspaar, nicht sofort ans Krankenbett ihres jüngsten Sohnes geeilt sei. Albert und Paola waren erst nach rund zwei Wochen aus ihrem Feriendomizil nach Brüssel gekommen, um dort nach Laurent zu sehen. Ob er das als schlimm empfunden habe, fragte ihn der Journalist: „Haben sie im Alter von 50 Jahren ihre Eltern noch nötig? Ich habe sie mit 50 nicht mehr nötig…“