Europäische Debatte: Spitzenkandidaten treten gegeneinander an

Am heutigen Montagabend diskutieren Jean-Claude Juncker (EVP), Martin Schulz (PES), Guy Verhofstadt (ALDE) and Ska Keller (Grüne) in Maastricht live vor dem Publikum. Die Debatte ist von der Maastrichter Universität, der Stadt Maastricht und dem European Youth Forum organisiert worden.

Um Punkt 19 Uhr geht die erste Debatte zwischen den verschiedenen Spitzenkandidaten um das Amt des EU-Kommissionspräsidenten los. Die Debatte dauert etwa 90 Minuten.

Jean-Claude Juncker steigt für die Christdemokraten und Konservativen (EVP) in den Ring, Martin Schulz für die Sozialisten (PES), Guy Verhofstadt für die Liberalen (ALDE) und Ska Keller für die Grünen.

Es ist das erste Mal, dass verschiedene politische Fraktionen einen Spitzenkandidaten für die Europawahl in den Wahlkampf schicken. 

Die derzeit drei größten Fraktionen im Europaparlament, die Fraktionen von EVP, PES und ALDE haben bereits vereinbart, dass die größte Partei nach den Wahlen als erste versuchen darf, eine Mehrheit hinter sich oder ihr Programm zu vereinen. Das Ziel und der Wunsch des Europaparlaments ist, dass einer der Spitzenkandidaten auch effektiv der neue Kommissionspräsident wird. Die Mitgliedstaaten sollten nicht versuchen, ein "Kaninchen aus ihrem Hut zu zaubern", heißt es im EP.

Der pan-europäiasche Nachrichtensender Euronews sendet die Debatte live. Verkehrssprache dieser Debatte ist Englisch, die Übersetzung wird simultan in zwölf Sprachen erfolgen. Auch Online ist die Debatte ab 19 Uhr live zum Beispiel auf unserer Webseite zu sehen.

Juncker, Schulz, Verhofstadt und Keller werden vor einem Publikum von 700 jungen Leuten debattieren. Studenten der Universität aus der gesamten Europäischen Union hatten in den vergangenen Wochen die Möglichkeit eine Frage einzusenden. Beschäftigung, Unterrichtswesen und Ausbildung sowie politisches Engagement sind die Themen, die mit Sicherheit angeschnitten werden.

Auch die Linken haben mit dem Griechen Alexis Tsipras einen Spitzenkandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten nominiert. Er nimmt aber nicht an der Diskussion teil. 

In den nächsten Wochen finden noch weitere verschiedene Debatten statt. Am 15. Mai werden alle fünf Spitzenkandidaten an einer Diskussion teilnehmen.