Belgiens Wirtschaft wächst um 0,4 % leicht an

Die Belgische Nationalbank (NBB) gab Zahlen bekannt, nach denen das Brutto-Inlandsprodukt (BIP) unseres Landes im ersten Quartal 2014 um 0,4 % angestiegen ist. Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 stieg das BIP sogar um 1,2 % an, wie die Nationalbank mitteilte.
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„Dieses Wachstum ist das stärkste seit dem ersten Quartal 2011, als die Wirtschaft mit 0,8 % wuchs“, heißt es dazu von Seiten der Belgischen Nationalbank.

Die NBB analysierte auch die Wirtschaftswerte des vierten Quartals des vergangenen Jahres, als das Wachstum bei 0,3 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2012 betrug.

Auf Jahresbasis berechnet, wuchs die belgische Wirtschaft im vergangenen 2013 in Belgien im Bereich des BIP um 0,2 %. Im Jahr davor musste noch ein Rückgang um 0,1 % hingenommen werden.

Der Motor der belgischen Wirtschaft drehte im vergangenen Jahr deutlich besser und sorgte in jedem Quartal für ein leichtes Wachstum: Nullwachstum in den ersten Monaten und dann quartalsmäßig jeweils einen Anstieg um 0,2 %, 0,3 % und wieder 0,3 %.

NBB-Gouverneur: Steuervorteile für Sparkonten abschaffen

Der Gouverneur der Belgischen Nationalbank, Luc Coene (Foto), hat in einem Gespräch mit dem flämischen Nachrichtenmagazin Knack die Steuervorteile für Sparguthaben in Frage gestellt und empfiehlt stattdessen steuerliche Vorteile für langfristigere Anlagen, wie Kassenbons oder (staatliche) Obligationen.

Aber, so Coene, sollte dieses Geld eher in die belgische Wirtschaft investiert werden. Derzeit fließe zu viel belgisches Kapital auf Konten ausländischer Banken.

Der Nationalbank-Gouverneur ist auch der Ansicht, dass der Wert vieler Immobilien in Belgien überbewertet würde. Er habe den Banken vor einiger Zeit geraten, bei der Vergabe von Krediten zum Hauskauf zurückhaltender aufzutreten. Dies werde aber heute kaum noch so gehandhabt.