April: "Sehr außergewöhnliche" Temperatur

Der vergangene Monat April geht bei den Meteorologen als ein klima-geschichtlich besonderer Monat in die Geschichte ein. Letzten Monat verzeichneten die Wetterfrösche auch in Belgien außergewöhnlich hohe Minimaltemperaturen für unser Land. Der monatliche Wetterbericht des Königlichen Wetteramtes (KMI) in Ukkel bei Brüssel unterstreicht dies.

Die durchschnittlich gemessene Tiefsttemperatur im April betrug 7,7°C, ein Wert, der die Bezeichnung „sehr außergewöhnlich“ erhält. Ein solch hoher Wert für einen Monat April kommt in unserem Land (und nicht nur hier) nur etwa alle 100 Jahre vor und wird so gut wie nie übertroffen, wie das KMI verlauten ließ.

Normalerweise liegt die in Ukkel registrierte durchschnittliche Tiefsttemperatur im April bei etwa 5,3°C. Der absolute Rekord ist allerdings noch nicht so lange her. Im April 2011 wurden hier 8,5°C festgehalten. Auch die allgemeine Durchschnittstemperatur lag mit 12,4°C außergewöhnlich hoch und ebenso die Höchstwerte, die bei 16,9°C lagen. Solche Werte werden hier etwa alle 10 Jahre einmal registriert, so das KMI. Normal wären hier 9,8°C respektive 14,2°C.

Der Monat April war in diesem Jahr aber auch zu trocken. Es vielen nur 20,1 mm Niederschlag pro m². Eigentlich müsste dieser Wert für den vierten Monat des Jahres bei mehr als dem Doppelten davon liegen, nämlich bei durchschnittlich 51,3 mm pro m². Prägend für April 2014 war auch die Tatsache, dass kaum Wind herrschte und das kaum Luftfeuchtigkeit gemessen wurde. Die Zahl von nur sieben Niederschlagstagen ist auch „abnormal“ niedrig, so die Wetterfrösche aus Ukkel.

„Normal“ war wohl nur die Zahl der Sonnenstunden, die bei 184:09 Stunden lag.