Belgien: Ampeln blockieren sich gegenseitig

Die meisten Ampeln auf unseren Überlandstraßen sind nur schlecht oder gar nicht aufeinander abgestimmt. Das geht aus einer Studie des Automobilverbandes Touring hervor.

Touring testete 100 belgische Landstraßen. Auf nur sieben dieser Straßen kamen die Autofahrer zügig voran. Bei den anderen Straßen standen sie häufig vor roten Ampeln. Danny Smagghe von Touring betonte hierzu im VRT-Radio am Freitag: "Die Wartezeit auf der gesamten Strecke kann von 9 Minuten bis zu über 20 Minuten betragen. Und das hat auch Folgen für den Verbrauch der Autos, die vor der Ampel in der Schlange stehen müssen, für die Luftverschmutzung, den Lärmpegel - alles negative Auswirkungen."

"Außerdem gibt es noch eine perverse Auswirkung, nämlich die Tatsache, dass, wenn man die Geschwindigkeit einhält, man vor einer roten Ampel landet. Wenn man jedoch schneller fährt, also wenn man eine Verkehrsübertretung begeht, schafft man es überall über grün zu fahren. Das kann nicht das Ziel sein."

Bei einer ähnlichen Studie vor drei Jahren stellte sich heraus, dass auf nur drei Landstraßen die Ampeln gut aufeinander abgestimmt waren. Jetzt sind es also 7.